Verfasst von admin.axel am 4. Februar 2012 - 23:34
Heute durfte die zweite Garnitur der SG-EN-Süd zum ersten Male in 2012 an die Bretter. Diesmal durften wir wieder nach Hagen zum TSV 1860. Nachdem jeder von uns den Weg dort durch die Katakomben gefunden hatte, ging es auch schon los.
In der ersten Stunde war auf beiden Seiten nur vorsichtiges Abtasten angesagt. Nach einer weiteren halben Stunde passierte dann etwas. Axel Gemeinhardt, der Mal wieder unter seinem Niveau spielte, verlor schon in der Eröffnung ein wichtiges Tempo, und nahm daher das Remisangebot seines Gegners an, der eine leicht bessere positionelle Stellung hatte.
Detlev Vierschilling tat es dann Axel gleich. Der Großteil des Materials stand zwar noch auf dem Brett, erst wenige Bauern und Leichtfiguren waren von dort verschwunden, aber man weiß ja nie, wie schnell man eine Partie wegwerfen kann. Aber dazu später mehr.
Zu dieser Zeit sah es bei den anderen Brettern in etwa so aus.
Am ersten Brett stand Mario Gericke etwas besser, aktiver da. Ulli Schröder hielt seine Stellung ziemlich geschlossen gegen seinen stärker einzuschätzenden Gegner. Auch Thomas Maczkowiak hatte das aktivere Figurenspiel, Günter Rüdigers Partie war völlig ausgeglichen und die beiden Jacobis, Wolfgang und Michael hatten irgendwie Kraut-und-Rüben-Stellungen, den König nackelig noch in der Mitte stehen und die anderen Figuren übers Brett verstreut.
Doch dann gelang es Wolfgang eine schöne Opferstellung auf das Brett zu Zauber. Sein Gegner bemerkte dies, wusste sich aber nicht anders zu helfen, gab seinerseits selber einen Springer für drei Bauern her nur um anschließend zu erkennen, dass es nichts nützte. Somit gingen wir in Führung.
Günter hatte zwischenzeitlich einige Remisangebote abgelehnt, weil er gewinnen wollte. Doch wie es dann so oft geschieht, macht man nur noch die zweitbesten Züge. Und so hätte sein Gegner auf einmal einen Bauern gewinnen können und Günter hätte ums Remis kämpfen müssen. Aber dann spielte sein Gegner großes Patz-Schach und büßte eine Figur ein und gab auf.
Auch Michael hat zwischenzeitlich eine Figur gewonnen, Thomas einen Bauern, während Mario einen Bauern und Uli eine Qualität verloren hatten.
Mario hatte nämlich, um einen gut postierten Springer zu vertreiben, mit g4 seine Königstellung zu sehr geöffnet, und auf einmal hatten die schwarzen Läufer viel Platz auf dem Brett und brachten seine Verteidigung durcheinander, so dass sein König nicht mehr zu halten war.
Nun stand es 3 : 2 für uns.
Allerdings musste Michael seine gewonnene Figur wieder zurück geben, Ulli war in hochgradiger Zeitnot und Thomas verlor auch seine aktivere Stellung. Also sah das Ganze auf einmal nach einer ganz engen Geschichte aus. . .
. . . wenn nicht in diesem Moment Thomas Gegner bei einem Turm-Bauern-Endspiel mit drei verbundenen Bauern gegen 4 verbundenen Bauern aus heiterem Himmel für alle etwas überraschend aufgegeben hätte. Aber so brauchte Thomas sich nicht mehr lange quälen und der Mannschaft fehlte somit nur noch ein Hälftchen zum Mannschaftsgewinn.
Und das - sogar mehr als das - brachte uns Michael. Nachdem er die Figur, zwar unfreiwillig, wieder zurückgeben musste, hatte er immer noch eine dermaßen starken Druckstellung, der sein Kontrahent nicht standhalten konnte.
Zu guter Letzt musste sogar Ullis Gegner die gewonnene Qualle zurückgeben und auf ein Dauerschach abwickeln, um nicht zu verlieren.
So erkämpfte er sich noch ein wohlverdientes Remis und wir gewannen den Mannschaftskampf mit 5½ : 2½ !!!
Alle Einzelergebnisse und die Tabelle sind wie immer auf der Seite vom
Schachbund NRW zu finden. Für alle Statistiker: Thomas hat mit seinem Sieg seine Remis-Serie beendet (aber weiterhin noch keine Partie verloren) und Michael hat bisher für die Mannschaft 100% geholt.