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EN-Viererpokalteam erreicht Verbandsfinale

Am 6.3. kämpfte unser Team im Halbfinale gegen Lüdenscheid - eine Mannschaft, gegen die man vor wenigen Wochen noch in der Verbandsliga verloren hatte. Revanche war angesagt und die gelang dann auch mit teilweise überzeugenden spielerischen Leistungen.
Absolutes Highlight die Partie an Brett 1, wo Stefan Arndt noch in der Eöffnungsphase ein sehenswertes Turmopfer spielte und damit seinen Gegner Thomas Windfuhr gewaltig zum Grübeln brachte. Er bekam 4 Bauern für den Turm und jagte den König mit Dame und Springer übers halbe Brett, fand dann aber keinen Mattschluss, der vielleicht auch gar nicht zu realisieren war. Da er dann auch noch eine Dauerschachchance ungenutzt ließ, triumphierte letztlich das Material über die Opferidee.
An Brett 2 hatte Norbert Bruchmann Bauernplus gegen Wolfram Tesche, erreichte das Endspiel und versäumte es hier, seinen Gegner durch ein Turmschach auf der Grundreihe in eine passive Stellung zu zwingen und jegliches Gegenspiel zu ersticken. Die Folge davon war, dass es Tesche gelang, seinen Springer in eine aktive Position zu bringen und den Bauern zurückzugewinnen – am Ende war das Remis nicht mehr zu vermeiden.
Nun mussten allerdings Siege her, denn bei einem Gesamtremis hätte die bessere Wertung (mit Sieg an Brett 1) für Lüdenscheid den Ausschlag gegeben.
Michael Cripps gelang an Brett 4 ein überzeugender positioneller Sieg gegen Alexander Lider: zunächst die Anhäufung kleiner Vorteile, dann die Beherrschung des Zentrums, schließlich ein Königsangriff und nach Damentausch die Totalkontrolle über das ganze Brett
- Materialgewinn und Sieg waren die logische Folge.
Bei einem Gesamtstand von 1,5 : 1,5 war jetzt ein Sieg an Brett 3 Pflicht. Hier hatte es Udo Garweg als Weißer mit der Französischen Verteidigung von Valerian Giraud zu tun. Nach einem unüberlegten Damenzug bekam der Schwarzspieler gewaltige Probleme und hatte die unerfreuliche Alternative, sich total passiv zu stellen oder ein Figurenopfer mit zwei Bauern anzubringen. Giraud entschied sich für die zweite Lösung und bekam auch Gegenspiel. In einer dramatischen Zeitnotphase, wo beide Spieler nur noch 1 Minute für 10 Züge hatten, gewann Weiß einen Bauern zurück, konsolidierte seine Stellung und blieb nach der Zeitkontrolle mit Gewinnstellung zurück. Die Kampfkraft von Giraud ließ ihn noch 1 Stunde durchhalten, danach war der Gesamtsieg unseres Teams perfekt.
Im Finale am 17.4. (Spielort noch nicht ausgelost) trifft man nun auf das brandgefährliche Team aus Weidenau/Geisweid.

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