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NRW – Klasse ade

Nach etlichen Jahren NRW – Klasse und dem Highlight NRW – Liga in der Saison 2016/17 tritt unsere 1. Mannschaft ab September wieder im alt vertrauten Schachverband Südwestfalen an. Vorbei sind zumindest für ein Jahr die kurzen Trips über die Autobahnen nach Bochum oder Dortmund. Stattdessen werden wieder die kurvenreichen Strecken ins Sauer- und Siegerland unter die Räder genommen.

Zum Abschluss der Saison gab es gegen Kamen eine knappe 3,5:4,5 – Niederlage. Unser Gegner, der bemerkenswerter Weise die gesamte Saison über immer in derselben Besetzung antrat, rettete sich mit diesem Ergebnis in die Relegation, während uns ein Sieg nicht zum Klassenerhalt gereicht hätte, da auch die Mitkonkurrenten punkteten. Den Ballast zweier hoher Niederlagen gegen Plettenberg und Letmathe und dem damit verbundenen schlechten Brettpunkteverhältnis schleppten wir die Saison über mit uns herum. Die restlichen sieben Begegnungen fanden indes auf Augenhöhe statt. Dennoch setzte es den zweiten Abstieg in Folge, was äußerst bedauerlich ist. Warum es mit einem Erfolg in unserem schönen Domizil im Marienstift kaum klappt, war bislang ebenfalls nicht zu ergründen.

Am letzten Spieltag hatten die meisten Spieler mit Weiß ihren großen Auftritt. Drei Kamener Spieler sowie André, Eugen und Martin auf unserer Seite nutzten den Anzugsvorteil.

„Vorwärts“ hieß es vor allem an Eugens Brett, nachdem die Könige an entgegen gesetzten Flügeln einen Unterschlupf suchten. Der Gegenspieler unseres IM war zwischenzeitlich recht optimistisch und äußerte sich im Hinblick auf seine scheinbar gute Stellung gegenüber einem neugierigen Vereinskollegen: „Er zappelt noch!“  Eugen ließ daraufhin seine Puppen tanzen und lenkte in ein gewonnenes Endspiel ein. Wenig später hatte es sich für seinen Kontrahenten ausgezappelt.

Nervenstärke bewies erneut André in hochgradiger Zeitnot. Nachdem sein Gegenspieler quasi durch die Hintertür einen schönen „Igel“ aufgebaut hatte, musste unser FM seine Figuren neu sortieren. Auf die Siegerstraße gelangte er nach einem Bauerngewinn und anschließendem Damentausch. Im Endspiel richtete es dann sein Bauernduo auf der e- und f-Linie.

Martin hatte sich gut auf das Leningrader System im Holländer, das er selbst gerne spielt, vorbereitet. Mit einem unantastbaren Springer auf f4 hatte er schon früh die Weichen für ein überlegenes Spiel auf den schwarzen Feldern gestellt. Nach Materialgewinn und Damentausch erledigte sich der Rest durch Zeitüberschreitung des Gegners.

Noch bevor die weiße Siegesserie gestartet wurde, sicherte sich Norbert, der die Englische Eröffnung vorgesetzt bekam, einen halben Zähler. Er nahm die Remisofferte seines Gegenspielers, der eine 2:1 – Bauernmajorität am Damenflügel besaß, in leicht schlechterer Stellung an.

Unsere Stefans, aber auch Luis und Achim mussten an diesem Spieltag die Punkte an den Gegner abtreten. Im Nachhinein bezeichnete Käpt´ n Arndt seine Herangehensweise an die Partie als zu optimistisch, da sein König schließlich den gegnerischen Figuren fast schutzlos ausgeliefert war.  

Am Spitzenbrett konnte FM Stefan zunächst eine gegnerische Attacke am Königsflügel abwehren, jedoch führte ein Bauernverlust in ein kaum zu haltendes Endspiel.

Luis setzte auf den „Igel“, konnte sich aber am Königsflügel nicht sorgenfrei aufbauen, so dass sein König in der Mitte verblieb. Den wunden Punkt d6 nutzte sein Gegenspieler rigoros aus.

Beim Stande von 3,5:3,5 stemmte sich Achim gegen eine drohende Niederlage. In einem Springer - Läufer - Endspiel mit vier Bauern auf jeder Seite blieb Achim auf seinem schlechten Läufer sitzen und musste mit ansehen, wie der gegnerische König in sein Lager eindrang. Nicht einmal ein halber Zähler war ihm vergönnt.

Die rote Laterne wurde unsere Mannschaft leider nicht mehr los.