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Verbandsliga: Maksim und Aik legen Grundstein zum Erfolg in Hemer!

Überrascht waren unsere Gastgeber aus Hemer sicherlich. Überrascht deshalb, weil nicht unsere Fidemeister Stefan und André sondern unsere Nachwuchsspieler Aik und Maksim zum Auftakt in die diesjährige Verbandsligasaison im Woeste – Gymnasium auftauchten. Neue Liga – neue Spieler? Nun ja, sicherlich werden beide noch die eine oder andere Partie in dieser Saison in der 1. Mannschaft bestreiten. Auf Seiten der Hemeraner saßen gleich fünf Spieler aus der Jugendabteilung an den Brettern – wer weiß, wie es demnächst bei uns aussieht.

Bereits aus der Eröffnung heraus deutete sich an, dass Maksim seiner eindeutigen Favoritenrolle gerecht werden würde. Und so war es schließlich auch. Zunächst rupfte er den gegnerischen Damenflügel auseinander, eroberte dann in der c – Linie einen Bauern, um anschließend mit beiden Türmen auf der 2. Reihe für die Entscheidung zu sorgen. Etwas mehr Anlauf brauchte Aik, der schnell die theoretischen Pfade verließ und hoffte, sich die geschwächte gegnerische Bauernstruktur zunutze machen zu können. Sein zunächst passives Läuferpaar brachte er jedoch im Mittelspiel und Endspiel in Verbindung mit seinem wanderfreudigen König und einem mächtigen Freibauern auf e7 hervorragend zur Geltung. Da ließ sich auch Luis nicht lange bitten, der nach erfolgtem Damentausch einen Ausritt mit seinem Springer bis nach e3 unternahm und dort die Koordination seines Gegenübers empfindlich störte.

Das 3:0 hatte jedoch nicht lange Bestand, da Martin nach starker Eröffnungsbehandlung und Materialgewinn die richtige Fortsetzung verpasste und von Timo ausgekontert wurde. Achim bekam mit Moritz den besten Jugendlichen unseres Gastgebers vorgesetzt. Dieser wählte eine eher seltene Fortsetzung gegen Achims Caro Kann – Verteidigung und erlangte am Damenflügel Vorteil, nachdem Achim das richtige Timing beim Vorstoß seines b – Bauern fehlte.

Die knappe Führung hatte bis zum Schluss Bestand, da die restlichen drei Partien mit einem Remis, jedoch nicht ohne vorherigen großen Kampf endeten. Stefan wählte am Spitzenbrett eine scharfe Variante des Damengambits, indem er lang rochierte und auf Königsangriff spielte. Marcus klappte folgerichtig sein Visier hoch und eröffnete eine Attacke am Damenflügel. Nach dem Damentausch und dem Verschwinden weiterer Figuren gelangten beide in ruhigeres Fahrwasser und rauchten die Friedenspfeife.

Wo Eugen spielt, brennt meistens das Brett. Ein bekanntes Bauernopfer in der Eröffnung brachte ihm volle Kompensation und aktives Spiel für seine  Dame und seine Leichtfiguren. Während sein eigener König nichts zu befürchten hatte, schien es für den gegnerischen Monarchen auf dem gesamten Brett kein sicheres Plätzchen zu geben. Doch Andreas verteidigte sich umsichtig und besaß Zeit für eine Attacke am Damenflügel, so dass Eugen vorübergehend einen Gang zurück schalten musste. Die Partie endete unter Ausschluss weiterer Risiken schließlich mit einer Zugwiederholung. Eher positionell ging es bei Norberts Partie zu. Seine scheinbar schwachen Bauern auf c6 und c5 erwiesen sich jedoch als Einreisstopp für gegnerische Figuren auf der d – Linie und sorgten im weiteren Verlauf für ein klar besseres Endspiel. Ein ungenauer Damenzug warf den Vorteil allerdings weg, so dass auch die letzte Partie mit einer Zugwiederholung in Form ewigen Schachs endete.

Ende Oktober steht dann gegen Schwerte das erste Heimspiel der Saison an.